DaMa(h)lszeiten
Lydia am 7. Mai 2008
(Nicht verschollen, nur geurlaubt.)
Neulich habe ich in einem Standard-Supermarkt für fünf Paprikaschoten 11 Euro und 39 Cent bezahlt. Nachdem ich diesen Preis direkt reklamiert hatte, stellte sich heraus, dass der Preis tatsächlich stimmte. 11 Euro und 39 Cent für 1.150 g Paprikaschoten. Dass ich die Ware nicht umgehend zurückgab, sondern den Preis tatsächlich bezahlte, kann nur an dem Schock gelegen haben und wird mir nicht noch einmal passieren. Ich habe 22 Mark für fünf mittelgroße Paprikaschoten bezahlt. Zu DM-Zeiten gab es für diesen Betrag einen fast halbvollen Benzintank und ein Mini Milk, der noch nach echtem Milcheis und nicht nach Milchwassereis schmeckte und ein Passfoto, auf dem man noch lächeln durfte und ein Fortunabrötchen (und fünf im Restaurant zubereitete, mit Fleisch und Reis gefüllte Paprikaschoten).
wanted (die neuen passbilder)
Lydia am 16. April 2008
“(…) wird ein neutraler (ernster) Gesichtsausdruck mit geschlossenem Mund gefordert.”
Nicht mehr lange und wir werden alle gucken müssen wie der da.
(Ab sofort bei Ihrem Passbildfotografen, der, wenn er das perfekte Passfoto möglichst rasch im Kasten haben will, eventuell zu Ihnen sagen wird: “Gucken Sie nicht so freundlich, Sie Idiot!”)
die anderen
Lydia am 22. März 2008
Am Ostersamstag extra früh aufstehen, um morgens um 8-Uhr-nochwas zum Supermarkt zu fahren und den Anderen *) damit zuvorzukommen, weil man noch eine einzige Kleinigkeit vergessen hatte zu kaufen. Um diese fast noch nächtliche Unzeit erwarten, einen absolut leeren Supermarkt (und damit 68.000 zugehörige freie Parkplätze) vorzufinden. Auf dem Supermarkt-Parkplatz eintreffen. 68.000 belegte Parkplätze zählen.
*) “Die Anderen”: Das sind die, die befürchten, dass am Ostersonntag plötzlich ein Krieg ausbrechen oder sich eine Naturkatastrophe ereignen könnte, und die sich daher gleich für ein Jahr im Voraus mit Lebensmitteln eindecken müssen, denn Ostermontag ist schließlich ein Feiertag, und wenn spätestens am Dienstag die Geschäfte bereits von Plünderern geleert worden sind, wo bekommt man dann noch…..? Eben! Eben!!
der ton steckt in der note
Lydia am 16. März 2008
(… wenn man sie rückwärts liest.)
Schon fast verjährt, aber: Im Februar gab es einen neuen CD-Swap (zum privaten und eigenen Gebrauch), an dem sich über 50 Mitspieler beteiligten. In meinem Briefkasten landete schließlich eine CD ohne Namen des Erstellers und ohne Cover, dafür aber mit Titel-Liste auf einem Disc-Aufkleber. Zu der Musik auf der erhaltenen CD konnte ich leider so gar keinen Bezug finden. Es handelt sich, bis auf einen oder zwei Titel, um alte klassische, melancholische Musik, die Hälfte davon in deutscher Sprache gesungen. Auch Requiems sind dabei. Wer diese Art von Musik mag, hätte diese CD wohl eher verdient als ich.
Die CD, die ich zusammengestellt hatte, ist eher themenlos und querbeet gemischt, die Trackliste:
ohne worte
Lydia am 1. März 2008
(Blöd aber auch, dass man ohne vorherige stundenlange Copy- right-Recherchen im Netz keine Cartoons anderer mehr veröffentlichen kann; ist ja so eine Sache mit dem Copyright; auch wenn es sich um selbst abfotografierte Bilder handelt, ist das eben noch lange keine Erlaubnis; da lass ich es lieber; sonst sähen Sie jetzt an dieser Stelle, was Herr Perscheid über Herrn Crusoe denkt; schade eigentlich; ach - könnt ich doch selbst zeichnen, dann würde ich nicht so krackelig wie dort, und “ohne Worte” gäbe es hier öfter mal.)
amy belle
Lydia am 1. März 2008
Unser zurzeit winterschlafendes Boot vermissend nach “Sailing” gesucht und schließlich bei einer entzückenden, für mich bisher unbekannten Mädchenstimme gelandet. Schön.
dahingeschmissenes
Lydia am 26. Februar 2008
1. Die neumoderne Schokolade mit Chili-Geschmack übertrifft aus-
nahmslos alles, was ich an Üblem (Essen) kannte.
2. Ich will immer noch die Mark zurück!
3. Kompromiss = Kompromist
4. Würde man alle Verbote, die es in Deutschland gibt, in einem Buch
zusammentragen, wäre die Dicke des Buches vermutlich ein Kandidat
fürs Guinness Buch der Rekorde.
5. “Väter-Käse”
6. Manchen Menschen, denen man Macht übertragen hat, hätte man
auch gleich eine Schrotflinte in die Hand drücken können. Kommt aufs gleiche raus.
7. Wer andere schrumpft bleibt klein.
8. Mit Brille sieht man schärfer, aber nicht immer mehr.
9. Die Qualität deines Klopapiers spricht Bände über dich (übelste
Variante: zweilagiges Schleifpapier).
10. “Wanderlismus”
11. Mit dem richtigen Menschen gibt es keine falschen Zeitpunkte.
12. “Weißt du eigentlich wie süß du bist, wenn ich was getrunken habe?”
13. Manchmal sind da ganz bestimmte Menschen, die nur mit dem einen
einzigen Ziel zu dir kommen, dich zu jemand anderem zurück zu bringen.
taktik mit kryptik
Lydia am 26. Februar 2008
Ein Verlag hat im letzten oder vorletzten Monat ein paar Zeilen abgedruckt, die ich vor ein paar Jahren mal schrieb und die gerade aktuell so ins Geschehen passen, wie es treffender nicht sein kann. Das muss ein Zeichen sein. ToDo: 1. Eine bestimmte Deadline nicht aus den Augen verlieren. 2. Wieder öfter auf meinen Bauch hören, der nämlich mehr hört als die Ohren.
(Endlich mal wieder Kryptik-Content - ich wusste schon gar nicht mehr, wie das geht.)
weiberkram?!
Lydia am 11. Februar 2008 [6 senfe]
Anfang letzter Woche zu Hause empfangen worden mit Kerzen, Blumen, Sekt und einem mit weißer Schokolade überzogenen Kunstwerk, an welches sich der Mann a.m.S. zum ersten Mal herangewagt und dafür entsprechend drei Stunden in der Küche verbracht hatte. (Er: “Die ist aus Biskuitteig.” Ich (staunt) Er: “Wieso - ist das so schwierig zu machen?”)
Am selben Abend mal eben schnell den Salzbehälter der Spülmaschine großzügig aufgefüllt. Nachdem ich bemerkt hatte, dass ich fast einen Kilo Reiniger in den Salzbehälter gefüllt hatte, war es zu spät. Am Tag danach war ich dann diejenige, die drei Stunden in der Küche stand, um anhand einer aus dem Internet gefischten Anleitung zu retten, was zu retten war. Die Rettung war erfolgreich. Passiert mir nicht wieder. So ist das eben, wenn man versehentlich nach der falschen Packung greift, die an der Stelle im Unterschrank steht, wo sonst immer die richtige Packung stand. Und so ist das eben, wenn - Originalton Mann a.m.S.: “… wenn man älter wird.”
Am ereignisreichen sonnigen Wochenende wurde dann endlich Rambo getestet. Er brachte uns sicher ins Rheinland und zwei Tage später wieder zurück. Nur muss ich mir ernsthaft überlegen, ob ich mich noch einmal freiwillig ans Steuer meines neuen Autos setze, wenn der Mann an meiner Seite zweieinhalb Stunden an meiner Seite sitzt. Sie glauben gar nicht, wie problemlos ein Mann, der von sich selbst behauptet, kein guter Beifahrer zu sein, ca. 10.000 Wörter innerhalb von zwei Stunden sprechen kann, die abwechselnd aus zwei Ausrufen bestehen: Erstens: Denk an den Drehzahlmesser! und zweitens: Nicht so schnell!
Vorgestern habe ich an einem Schießstand in Holland zum ersten Mal mein Angstobjekt Nr. 1 in der Hand gehalten. Eine richtige Kalaschn Pistole nämlich. Nachdem ich in die Materie eingewiesen wurde, durfte ich mit echten 9-mm-Patronen schießen. Schade Wie gut, dass nur Menschen dabei waren, die ich gut leiden kann. Getroffen habe ich auch…

… einmal. Aus drei Metern Entfernung.
Und hier sehen wir noch das Kästchen für die Blindgänger. Zunächst nur die Zeichnung entdeckend, hatte ich mich auf den allerersten Blick glatt verlesen.

Weiberkram.
So ist das eben, wenn man älter wird. Nicht nur die Augen lassen nach, sondern auch die Fahrkünste, und Zielscheiben dürfen grundsätzlich nicht weiter entfernt sein als drei Meter.

